Wie in allen ländlichen Regionen der Welt folgen die Feste in der
Provence dem Rhytmus der Jahreszeiten.
Im Frühjahr ist der Almauftrieb der Ziegen und Schafe das größte Ereignis, das in vielen Dörfern ausgiebig gefeiert wird, aber auch in kleineren Städtchen wie
Saint-Remy oder in
Beaux-de-Provence.
Das
Nachspielen von Mythen und Legenden ist vielerorts ein Anlaß für Feierlichkeiten. Das größte Festival dieser Art findet in
Tarascon statt und dauert ganze fünf Tage. Die "
Fete de Tarasque" knüpft an eine provenzalische Legende an, als das Monster Tarasque im Kampf von der Heiligen Martha geschlagen worden sein soll.
Beliebt in der kostümfreudigen Provence sind auch die
historischen Feste. So findet in
Chateauneuf-du-Pape jeden
August ein großes
mittelalterliches Spektakel statt mit kostümierten Umzügen, Handwerker- und Töpfermarkt, Antiquitätenhandel und kulinarischen
Spezialitäten aus dem Mittelalter.
Den ganzen Sommer hindurch feiert man Musikfestivals in
Avignon,
Orange,
Arles,
Aix-en-Provence und in vielen kleineren
Städten der Provence.
Im Herbst beginnt die Zeit der
Wein- Honig- und Kräuterfeste.
Zur Adventszeit strahlen die Lichter hunderter Weihnachtsmärkte über die Dorfplätze. Besonders bekannt ist der
Krippenmarkt in Meilhan bei
Marseille, der am letzten Sonntag im November stattfindet.
Doch
Marseille fiebert alljährlich einem ganz anderen Ereignis entgegen:
den Meisterschaftsspielen im
Pétanque, einer Variante des beliebten französsichen Männersports Boule, den größten der Welt, die immer hier ausgetragen werden.